Arthurs Tochter Rezept für Zwiebelkuchen

Meinen ersten Zwiebelkuchen habe ich gegessen, da war ich mindestens 16 Jahre alt. Aufgewachsen in einer Familie voller “Nordlichter” war mir lange nicht klar, dass ein Kuchen auch deftig sein kann und erst als mein Vater von einer Dienstreise in die Pfalz einige Flaschen Federweißen samt eines Zwiebelkuchens mit nach Norddeutschland brachte, machte ich staunend Begegnung mit “unreifem” Wein und seinem traditionellem Begleiter.

Das Trinken von Federweißem habe ich schnell wieder dran gegeben und bis heute kommt für mich kein anderer Zwiebelkuchenbegleiter als Riesling infrage - aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden ;)

Zwiebelkuchen - Menge für 1 Backblech

Für den Teig:

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 75 g zerlassene Butter
  • ¼ l warme Milch

Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Kuhle drücken. Die Hefe in einer Tasse zerbröckeln und mit 6 EL lauwarmer Milch verrühren. 1 Prise Zucker in die aufgelöste Hefe geben und verrühren. Diese Flüssigkeit in die Vertiefung des Mehls geben und ca. 20 Minuten gehen lassen. Danach Salz, die zerlassene Butter, das Ei und nach und nach die Milch dazugeben und zu einem Teig verkneten (Teig sollte sich vom Schüsselrand gut lösen), wieder ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig auf einem Backblech ausrollen und einen Rand von ca. 1,5 cm hochziehen. Auf dem Blech noch einmal 10 Minuten gehen lassen, anschließend belegen.

Belag:

  • 1,5 kg Zwiebeln
  • 750 g Schinkenspeck
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 750 g Schmand
  • 200 g Crème Fraîche
  • 6 Eier
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • 1 TL Kümmel, frisch gemörsert

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Den Speck von der Schwarte befreien und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Beides kann auch mit dem Blitzhacker erledigt werden. Öl und Butter bei mittlerer Hitze in eine Pfanne geben und die Zwiebeln darin goldgelb karamellisieren lassen. Je mehr Zeit sie den Zwiebeln dazu geben, desto süßer werden sie! Wenn die Zwiebeln Farbe genommen haben, geben Sie den Speck dazu und lassen diesen ebenfalls sanft mit anbraten. Insgesamt dauert dieser Vorgang mindestens 30 Minuten, nur dann bekommen die Zwiebeln den nötigen karamelligen Geschmack.

Verrühren Sie die Eier mit Schmand und Crème Fraîche und heben sie die abgekühlte Zwiebel-Speck-Masse darunter. Schmecken Sie alles herzhaft mit Pfeffer, Salz, Muskat und Kümmel ab und gießen Sie die Masse auf den Teigboden.

Backen Sie den Kuchen bei 180° C ca. 50 Minuten und genießen Sie in lauwarm. Aufbewahren lässt sich der Kuchen für ein paar Tage in Klarsichtfolie gewickelt im Kühlschrank und er gehört zu den wenigen Lebensmitteln, die sich fast frei von Geschmacksverlust in der Mikrowelle erwärmen lassen.

 

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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