Arthurs Tochter Rezept für rotes Linsencurry mit ofengerösteter Zucchini und Blumenkohl in Kokosmilch (vegan)

So langsam werden Sie es bemerken - ich bin ein großer Fan von Linsengerichten! Bisher hier im Blog veröffentlicht wurden: (Ein Klick führt Sie zum Rezept)

Gebratener Skrei auf schwarzen Senflinsen
Vegane Linsensuppe mit afrikanischem Touch
Klassische Linsensuppe
Linsen in Mostrich-Sahne-Sauce mit hausgemachten Spätzle

Heute folgt also Rezept Nummer 5. Nach grünen und schwarzen Linsen wird es Zeit für die roten. Es stehen anschließend noch gelbe aus, da kommt also noch etwas auf Sie zu…

Fangen wir mit der Farbe an - die ist bei den roten Linsen nämlich trügerisch. Sie strahlen in getrocknetem Zustand in hellem Rot, eher einem satten Orange um ehrlich zu sein, verfärben sich während des Kochens jedoch gelb. Je bissfester Sie die Linsen belassen, desto eher erhalten Sie sich die Farbe, aber Hand auf’s Herz: Wer will schon bissfeste Linsen essen? Eben. Sie nicht und ich auch nicht. Also ist am Ende ein jedes rote Linsencurry eher ein gelbes. Auch sind rote Linsen im Ursprung immer braune oder violette. Lediglich ihr geschälter Kern ist rot!

Rote Linsen haben eine viel kürzere Kochzeit als grüne Tellerlinsen und eigenen sich so auch für den spontanen Linsenhunger. Da sie während des Kochvorganges mehlig zerfallen, eigenen sie sich hervorragend für Pürees oder auch zur Zubereitung von Linsenbällchen oder Linsenbratlingen in der vegetarischen oder veganen Küche. Sehr typisch ist ihre Verwendung in der indischen Küche, in der von jeher traditionell vegetarisch gekocht wird, zur Zubereitung von Dal (auch Daal oder Dhal geschrieben). Ein Dal ist stets ein Eintopf aus Hülsenfrüchten, häufig sind es Linsen, aber auch Kichererbsen werden gerne verwendet. Typisch für ein Dal ist, dass die verwendeten Hülsenfrüchte mehlig verkocht werden und Joghurt dazu gereicht wird. Joghurt federt die Schärfe eines klassischen Dal gut ab.

Für das Rote Linsencurry benötigen Sie für 4 Personen folgende Zutaten:

  • 200 g rote Linsen
  • 2 mittelgroße Zucchini
  • ½ Blumenkohl
  • Erdnussöl, gerne auch ein mildes helles Sesamöl
  • 2 TL Rote Currypaste, siehe hier
  • 1 Dose Kokosmilch (400 g)
  • Salz, frischer Ingwer
  • ½ Chilischote (mehr oder weniger nach Bedarf)
  • Einige Blätter Thaibasilikum


1. Kochen Sie die Linsen in ausreichend Wasser gar. Beachten Sie für die Wassermenge bitte, dass auch diese Hülsenfrüchte aufquellen, verwenden sie ca. ½ Liter Wasser
2. Gießen Sie die gekochten Linsen durch ein feines Sieb ab
3. Heizen Sie den Ofen auf 180°C Umluft. Teilen Sie die Zucchini längs und schneiden Sie anschließend die 4 Hälften in nicht zu dünne Scheiben
4. Teilen Sie den Blumenkohl in einzelne Röschen
5. Geben Sie die Zucchini und den Blumenkohl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und beträufeln Sie das Gemüse mit dem Öl
6. Garen Sie das Gemüse ca. 20 Minuten bei Umluft
7. Schälen Sie den Ingwer uns schneiden Sie diesen in feine Würfel
8. Geben Sie die Currypaste mit einem Esslöffel der Kokosmilch in einen Topf und rühren diese glatt. Fügen Sie den Ingwer und die restliche Kokosmilch hinzu und lassen Sie die Flüssigkeit kurz aufwallen
9. Geben Sie die gut abgetropften Linsen hinzu und anschließend das gegarte Gemüse aus dem Ofen
10. Lassen Sie das Linsencurry ca. 30 Minuten bei geringer Hitze auf dem Herd ziehen, es entfaltet erst dann seine gesamte Geschmacksfülle
11. Würzen und schärfen Sie mit Chili nach Geschmack
12. Servieren Sie es wie einen Eintopf in tiefen Schalen oder Tellern
13. Ist Ihnen das Curry zu dick, geben Sie weitere Kokosmilch hinzu, erscheint es Ihnen zu flüssig, lassen Sie es weiter einkochen
14. Geben Sie vor dem Servieren frisch gehackte Blätter von Thaibasilikum auf das Curry

Übrigens:
Thai-Basilikum, auch unter dem Namen Horapa im Asialaden erhältlich, ist eine Varietät des europäischen Basilikums. Es besitzt einen starken Anis- und lakritzähnlichen Geruch und wird daher auch als “süßes Basilikum” bezeichnet. Horapa hat satt-dunkelgrüne, fast samtig anmutende Blätter und lila Stengel. In der indischen Variante, dem Kaprao, überwiegen die Piment- und Nelkenaromen. Kaprao eignet sich daher besonders gut zu gebratenem Fleisch.


Arthurs Tochter wünscht Ihnen guten Appetit!

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  • Das klingt doch vielversprechend!

    Ich finde es super, dass hier auch mal ein rein veganes Gericht vorgestellt wird... Wir ernähren uns zwar nicht grundsätzlich vegan, probieren aber sehr gerne aus und mit Linsen trifft man unseren Geschmack sehr gut. Bei Gelegenheit versuchen wir uns sicher an diesem Linsnecurry!

  • Liebe Christin,

    mich freut, dass Ihnen vegane Rezepte gefallen. Mittlerweile gibt es schon ein paar hier im Blog und es werden sicher noch mehr. Ich bemühe mich, hier eine ausgewogene Mischung an Rezepten zu präsentieren.

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