Arthurs Tochter Rezept für Quarknocken mit Sprossen in Kressebutter

Die Natur sprießt und wir kochen mit Sprossen

Sprossen sind aus den Küchen dieser Welt nicht mehr wegzudenken. Die meisten Deutschen haben sie wahrscheinlich durch den Besuch eines chinesischen Restaurants kennengelernt. Die dort in der Mehrzahl verwendeten Sojasprossen stammen allerdings oft von der Mungobohne, nur in der wirklich authentischen chinesischen oder koreanischen Küche werden Sojasprossen verwendet, achten Sie bei ihrem nächsten Restaurantbesuch mal darauf. Mittlerweile haben Sprossen auch in die Hochküchen der Gastronomie Einzug gehalten. Was noch vor 10 Jahren den birkenstockbeschuhten Einkäufern in Bioläden und Reformhäusern vorbehalten war – das Ziehen von Sprossen in extra für diesen Zweck angeschafften Keimgläsern, übernehmen mittlerweile große Firmen. So gibt es in gut sortierten Groß- und Supermärkten Sprossen von Roter Bete, Rettich, Erbsen, Alfalfa, Klee und Kresse und viele mehr.

Sprossen sind gesund und abwechslungsreich. Es gibt sie in den Geschmäckern „sanft und nussig“ wie z. B. aus Sonnenblumenkernen oder „pikant“ aus Kresse- oder Radieschensamen gezogen. Aus dem Weizenkorn gezogene Sprossen schmecken wiederum angenehm süßlich und sind somit auch für Desserts geeignet. Sie können also Sprossen fast aus jedem Samen selbst ziehen und es gibt nur sehr wenige Regeln, die beachtet werden sollten.

  • Spülen Sie die Sprossen nach dem Einweichen täglich gut aus!
  • Blanchieren Sie Sprossen aus Hülsenfrüchten vor dem Verzehr, wenn Sie auf Hülsenfrüchte empfindlich reagieren (Stichwort Blähungen)
  • Leinsamen und Kresse neigen zum „Schleimen“ und müssen besonders sorgfältig gespült werden
  • Kresse, Leinsamen und auch Rucola gedeihen ebensogut auf Wattepads oder Küchenkrepp, dann werden die Samen aber nicht mehr mitgegessen, sondern nur das keimende Grün geerntet
  • Kichererbsen und Adzukibohnen sollten immer gekocht werden, da sie das unverdauliche Gift „Phasin“ enthalten, das erst durch ausgiebiges Kochen abgebaut wird
  • Tipp: Wenn Sie ihre Sprossen nicht so schnell verwenden können, wie geplant, bewahren sie das Keimglas im Kühlschrank auf. Der Keimprozess wird dadurch deutlich verzögert

Zum Ziehen der Sprossen verwenden Sie entweder eines der üblichen im Handel angebotenen Gläser mit abschraubbarem Siebdeckel. In diesen Gläsern können Sie die Sprossen einweichen, keimen und spülen. Oder sie haben vielleicht zuhause noch ein Einmachglas herumstehen, das Sie mit einem Gummiband und einem Stück Mullwindel „verschließen“ können. Nur einen Schraubdeckel sollten Sie nicht verwenden, es findet sonst kein Luftaustausch mehr statt und die Sprossen beginnen zu schimmeln. Oft werden in Bioläden oder im gut sortierten Drogeriemarkt Sprossenmischungen angeboten, mit denen Sie ganz einfach „süße“, „milde“ oder „pikante“ Sprossen ziehen können.

Dass Sprossen sich für mehr eignen, als zur Dekoration im Salat oder als Beigabe im morgendlichen Haferkornbrei, zeigt das folgende Rezept:

Quarknocken mit Sprossen in Kressebutter

Zutaten (für 8 – 9 Nocken):

  • 250 g Quark (20 %)
  • 1 Ei
  • 20 g Weichweizengries
  • 15 g Speisestärke
  • 5 EL Sprossen (pikante Mischung)
  • 3 EL Kresse, 2 Löffel davon fein gehackt
  • 2 EL Butter
  • Pfeffer, Salz, Muskatnuss, Chili

Zubereitung:

  1. Quark, Ei, Stärke und Gries kräftig miteinander verrühren und 30 Minuten quellen lassen
  2. 4 EL der Sprossen fein hacken und unter den Teig ziehen
  3. Die fein gehackte Kresse ebenfalls unter den Teig ziehen
  4. Mit Salz, Pfeffer, Chili und Muskatnuss abschmecken
  5. In einem breiten Topf Wasser zum Simmern bringen
  6. Mit einem Esslöffeln Nocken aus dem Teig abstechen, den Löffel mit dem Teig im Wasser halten, bis die Nocke sich von alleine löst
  7. Die Nocken ca. 25 Minuten simmernd ziehen lassen
  8. In einer Pfanne die Butter auschäumen und die restliche Kresse dazugeben
  9. Die Nocken in der aufgeschäumten Butter ausbacken, dabei einmal wenden
  10. Anrichten, mit der Butter umgießen und mit Sprossen und Kresse garnieren

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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