Arthurs Tochter Rezept für Lachstatar mit heller Misopaste und Erbsensprossen

Heute beschäftigen wir uns mit 1a-Resteverwertung. Vielleicht haben Sie sich schon einmal ein Stück frischen Lachs gekauft, direkt von der Seite geschnitten, noch mit Haut. Egal wie groß oder klein dieses Stück sein mag – an einem Ende ist es immer dünner als am anderen. Vermeiden lässt sich das nur durch den Kauf eines sogenannten Loins, das ist das pure Rückenfilet und der dünne Teil ist hierbei schon abgeschnitten. Daher sind die Loins (sehr beliebt auch beim Kabeljau) so viel teuerer als das normale Filet. Das dünne Stück geht in den Bauchlappen über und an dieser Stelle wird jeder Fisch eben wieder ein wenig dünner, außer dem Kugelfisch in aufgeblasenem Zustand vielleicht, aber um Fugu zu essen, muss man schon sehr sehr mutig sein.

Wenn Sie es jetzt also leid sind, dass Ihre Lachsfilets nach dem Braten an einem Ende immer schon durch sind, trennen Sie die dünnen Stücke in Zukunft ab. Und solange der Fisch in Sushi-Qualität ist, sprich sehr sehr frisch, bereiten Sie aus den dünnen Stücken Tatar.

Dazu schneiden Sie den Fisch von der Haut, würfeln das Fischfleisch sehr fein und rühren etwas helle Misopaste in einigen Tropfen Mirin (Reiswein) glatt. Diesen geben Sie anschließend an das Tatar. Mengenangaben sind schwierig, da ich nicht weiß, wieviel Fisch Sie zur Verfügung haben. Aber seien Sie mutig und tasten, bzw. probieren Sie sich langsam heran… Einige Tropfen Reisessig geben die nötige Säure, Limettenabrieb Frische und etwas Chili die nötige Schärfe.

Geben Sie jeweils eine Portion in einen Servierring und streichen alles ein wenig glatt, bevor Sie den Ring abziehen. Dazu reichen Sie Erbsensprossen, die Sie in jedem gut sortierten Supermarkt erhalten oder ganz einfach auf der Fensterbank selber ziehen können.

Einkaufstipp (neben unseren versandkostenfreien Produktempfehlungen):

Mirin und Misopaste erhalten Sie im Asialaden. Bei Mirin empfiehlt sich, von allen zur Verfügung stehenden Produkten stets den teuersten zu kaufen. Ich habe noch nie erlebt, dass ein billiger Reiswein geschmeckt hat; das gleiche gilt übrigens auch für Reisessig. Misopasten sind in hell und dunkel erhältlich, sie sind in der Regel in kleinen Plastikbeuteln vakuumiert verpackt und halten sich nach Anbruch gut verschlossen im Kühlschrank monatelang. Misopaste wird aus fermentieren Sojabohnen und Getreide hergestellt und in Japan bereits seit Jahrtausenden als Würzmittel verwendet.

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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