Arthurs Tochter Rezept für Kürbissuppe vom Hokkaidokürbis mit Thaibasilikum

Der Kürbis ist geboren für asiatische Aromen!

Hokkaidokürbisse sind breitrunde, orangerote Speisekürbisse mit einem Gewicht von etwa 0,5 bis 1,5 Kilogramm, deren dünne Schale – anders als bei den meisten übrigen Kürbissorten – beim Kochen weich wird und mitverzehrt werden kann – die Kerne und Fasern sollten entfernt werden. Das Fruchtfleisch hat ein nussiges Aroma ähnlich Maroni und eine stabile Konsistenz, obwohl es kaum spürbare Fasern enthält.

Kürbisse wurden im 16. Jahrhundert von den Portugiesen nach Japan gebracht. Von Nagasaki aus verbreiteten sie sich in ganz Japan. Der Gemüsezüchter Matsumoto Saichiroaus Utsugi-machi versuchte jahrelang noch bessere Kürbisse zu züchten und ihm gelang 1933 die heutige Sorte Uchiki kuri (Hokkaidokürbis) auf den Markt zu bringen. Seit 1945 ist die Sorte Uchiki kuri bzw. Utsugi-akagawa(rote Schale)-amaguri(süße Esskastanie)-kabocha(Kürbis) auch in Fachkreisen bekannt. Wie diese Uchiki kuri (oder Utsugi-akagawa-amaguri-kabocha) zu dem Namen Hokkaido kam, ist unbekannt. Sie gehören zum Kaga-Gemüse, traditionellen Gemüsesorten aus Kaga, dem alten Name der Ishikawa Präfektur.

Obwohl also der Kürbis oft als urdeutsches Herbstgemüse dargestellt wird, kommen seine Vorfahren aus Japan und vielleicht verträgt er sich auch deswegen so gut mir asiatischen Gewürzen. Die Idee, ihn mit Ingwer und Kokosmilch zu kombinieren, ist längst in allen deutschen Köpfen angekommen, wilder und ungewöhnlicher erscheinen da schon Kombinationen mit Zimtblüte und Sternanis.

Ich mag von allen Kürbissen den Hokkaido so sehr, weil er mir die geringste Arbeit macht. Müssen andere Kürbisse unter großem Kraftaufwand erst geschält werden, kann der Hokkaido wunderbar samt seiner Schale gegart werden. Um sein nussiges Aroma besonders hervorzukitzeln, zerteile ich den Kürbis grob, entferne die Kerne und Fasern (diese sind einfach mit der Hand herauszulösen) und lege ihn dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Ohne weitere Zugabe von Gewürzen oder Fett gare ich die Kürbisstücke ca. 20 Minuten bei 180°C mit Unter- und Oberhitze. Anschließend duften sie verführerisch nach Marone und Nüssen und sind weich genug, um leicht weiterverarbeitet werden zu können.

Eine gute Alternative zu Ingwerbeigaben ist die Zubereitung mit einer roten Currypaste, hier Matsaman (Massaman) Curry. Ein Matsaman Curry war ursprünglich den Mitgliedern des königlichen Hofes in Thailand vorbehalten und gilt daher bis heute als sehr kostbar. Die Pasten dazu können Sie in Deutschland allerdings für unter € 2,00 mittlerweile in jedem asiatischen Lebensmittelgeschäft kaufen.

Thailändisches Basilikum pflanze ich mir in jedem Jahr selber an. Es ist leider nicht winterhart, so dass ich alljährlich im Frühjahr neue Pflänzchen kaufe, aber die wachsen und erfreuen mich dann bis zum ersten Frost. Im Gegensatz zu anderen asiatischen Gewürzkräutern wie zum Beispiel Zitronengras oder auch Koriander, kann das Thaibasilikum nicht auf Vorrat tiefgefroren werden, die Blätter vertragen die Kälte nicht und werden matschig und ungenießbar. Der Geschmack ist nicht mit dem Genoveser Basilikum zu vergleichen, er ist ungleich lakritziger.

Zutaten für 3 - 4 Portionen

  • 1 Hokkaido-Kürbis, ca. 600-700 g
  • 1,5 TL Massaman-Currypaste
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 250 ml Geflügelbrühe
  • 1 TL Palmzucker
  • Fischsauce, einige Spritzer
  • Thaibasilikum



Zubereitung

1. Den Kürbis mit einem scharfen Messer grob zerhacken und die Kerne und Fasern entfernen
2. Die Stücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Ofenblech legen und im Ofen bei 180° C ca. 20 Minuten weich garen. Die Zugabe von Fett ist dabei nicht erforderlich!
3. Die Stücke in einen leistungsfähigen Standmixer geben und zu einer sehr weichen feinen Mousse verarbeiten
4. In einem Topf die Currypaste mit 2 EL der Kokosmilch anschwitzen. Sobald die Paste Blasen wirft, die Kürbismousse hinzugießen, anschließend die Kokosmilch und die Brühe zugeben
5. Mit Palmzucker und der Fischsauce abschmecken
6. Erst kurz vor dem Servieren das Thaibasilikum und die Blüten aufstreuen. Die Blätter nicht zerteilen oder hacken!



Arthurs Tochter wünscht Ihnen guten Appetit!

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