Arthurs Tochter Rezept für Kräuterbutter aus dem Kenwood Cooking Chef

Man könnte fast meinen, eine Rezept für Kräuterbutter sei viel zu simpel, um darüber zu schreiben. Wenn ich aber die angebotenen Fertigprodukte probiere, die im Kühlregal des heimischen Supermarktes liegen, dann kann ich nur vermuten, dass viele sich gar nicht mehr selbst heran trauen an die Herstellung dieses einfachen Produktes. Vielleicht ist es auch nur Bequemlichkeit, wer weiß… Aber auch dafür gibt es nun keinen Grund mehr! Der Kenwood Cooking Chef (kurz : Kenwood CC) nimmt Ihnen so gut wie jeden Arbeitsschritt ab auf dem Weg zur perfekten Kräuterbutter!

Ich habe in der Vergangenheit einige Küchenmaschinen eingesetzt, wenn ich Kräuterbutter zubereitet habe. Sie kennen das vielleicht: Erst ist die Butter eh immer zu hart, da man vergessen hat, sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen. Dann ist das Zerdrücken mit einer Gabel zu mühsam, mit den Händen wiederum zu schmierig und mit dem Schneebesen unmöglich, da die Butter immer ein bisschen zu fest ist und außerdem die Hälfte eh im Schneebesen kleben bleibt. Also beginnt an sie in der Küchenmaschine zu mixen. Aber auch dafür ist die Butter meistens noch zu fest, oder die Zutaten werden nicht gleichmäßig untergehoben. Dann muss man am Ende doch wieder mit Händen, Schneebesen oder Gabel nacharbeiten und hat eigentlich nichts gewonnen, außer noch ein bisschen mehr Zeug, das wieder abgespült werden muss.

Schluss damit!

Der Weg zu perfekten Kräuterbutter ist nun ganz einfach:

  • 3 frische Knoblauchzehen (Französische Ware. Bitte verzichten Sie auf die chinesische Trockenware, die Ihnen bereits beim Anfassen auseinander bröselt)
  • 1 TL grobes Meersalz
  • 250 g frische Butter
  • 100 g italienische Kräuter, Tiefkühlware
  • 1 Msp. getrocknete Chili (oder mehr nach Bedarf)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • Weitere Gewürze nach Geschmack (ich würze gerne mit meinem selbstgemachten Gemüsebrühpulver, aber manche mögen auch Paprikapulver oder Muskatnuss etc.)
  • Meine Geheimzutat (die ich Ihnen erst ganz zum Schluss verraten werde)

Als erstes stellen Sie eine schnelle Knoblauchpaste her. Dazu benötigen Sie ein mittelgroßes Arbeitsbrett und ein Kochmesser mit einem breiten Rücken. Sie schälen den Knoblauch und schneiden in in Würfel oder feine Streifen. Nun streuen Sie das grobe Salz auf den Knoblauch und fahren mit der breiten Seite Ihres Kochmessers immer wieder hin und her über die Salz-Knoblauch-Mischung. Sie werden schnell merken, wie der Knoblauch vom Salz fein zermahlen wird und ruck zuck haben Sie sich eine aromatische Paste hergestellt. Sie können von dieser auch größere Mengen zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren, so haben Sie stets frischen Knoblauch parat, den Sie an Ihre Gerichte geben können, ohne dass Ihre Finger ständig nach Knoblauch riechen. Tipp: In einem schweren Granitmörser funktioniert diese Methode eben so gut.

Nun legen Sie dem Kenwood CC den Hitzeschutz an und verwenden das Patisserie-Rührelement mit dem Silikonüberzug für salzige Zubereitungen

Geben Sie nun die Butter, geteilt in 4 Stücke, in die Schüssel des Kenwood CC. Fügen Sie die Kräuter, die Knoblauchpaste und die Gewürze hinzu. Stellen Sie die Wärmezufuhr auf 30C° und die Rührstufe auf 0,5.

Lassen Sie nun den Kenwood CC die restliche Arbeit erledigen. Die Butter kann so kalt und hart sein, wie sie will. Durch die Wärme über die Induktionsplatte wird sie langsam weichgerührt und das Patisserie-Rührelement verbindet Ihnen alle Komponenten perfekt miteinander. Bei kühlschrankkalter Butter haben Sie nach ca. 20 Minuten ein perfekt cremiges Ergebnis.

Geben Sie die Butter nun in ein Gefäß Ihrer Wahl und lassen Sie sie im Kühlschrank wieder fest werden

Info:

Kräuterbutter stammt im Original aus Frankreich. Sie ist dort unter dem Namen beurre ravigote bekannt und enthält oft Thymian. Eine weitere bekannte französische Butter ist die beurre maître d’hôtel, eine Kräuterbutter mit Petersilie, Salz, Pfeffer und Zitronensaft.

Letztlich sind das alles nur Anregungen für Sie selbst. Stellen Sie Ihre Lieblingsgewürze für die Kräuterbutter einfach selbst zusammen. Und die Geheimzutat? Aber bitte nicht weitersagen: 1 gestrichener Teelöffel frisch geriebener Parmesan.

Sie glauben mir nicht? Probieren Sie es aus!

Parmesan gehört zu den Lebensmittel mit dem größten natürlichen Gehalt an Mononatriumglutamat, dem Zeug, das sich in Fertigprodukten hinter den Begriffen “Glutamat” (E621) oder auch im “Hefeextrakt” verbirgt.

“Einige Lebensmittel wie Pilze, reife und insbesondere getrocknete Tomaten, Käse (vor allem Parmesan), Fischsauce oder Sojasauce, die wegen ihres besonderen Aromas verwendet werden, enthalten natürlicherweise große Konzentrationen an freiem (nicht in Proteinen gebundenem) Mononatriumglutamat, das mit industriell hergestelltem Mononatriumglutamat chemisch identisch ist. Außerdem enthält der Seetang Kombu hohe Mengen und wurde von asiatischen Köchen schon vor 1.500 Jahren wegen seiner geschmacksverstärkenden Wirkung genutzt.” (Quelle: Wikipedia)

Hefeextrakt hat einen herzhaften Eigengeschmack und eine ausgeprägte geschmacksverstärkende Wirkung. Aus diesem Grund wird er vor allem bei der industriellen Produktion von Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Saucen, Suppen oder Fertiggerichten, im geringeren Maße auch im Haushalt, als würzende Zutat eingesetzt. Auf der Zutatenliste kann er als „Hefeextrakt“ oder „Aroma“ deklariert werden, um einen Lebensmittelzusatzstoff im Sinne der deutschen Zusatzstoff-Verkehrsverordnung handelt es sich nicht, daher gibt es für den Hefeextrakt keine E-Nummer.

 

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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