Arthurs Tochter Rezept für Hühnercurry mit Palmzucker, Erbsen und Zuckerschoten

Unverzichtbare Zutat in der thailändischen Küche:  Palmzucker (Thai: น้ำตาลปึก - Nam Than Puek)

Palmzucker wird durch Einkochen und Kristallisation aus dem Saft verschiedener Palmenarten gewonnen. Zu diesem Zweck lassen die Landwirte die Blütenstände der Palmen ausbluten. Wird der Palmzucker speziell von der Kokospalme gewonnen, bezeichnet man ihn als Kokoszucker. Palmzucker ist weniger süß als der normale Haushaltszucker. Er hat einen leicht karamelligen Geschmack und kristallisiert während der Lagerung relativ hart aus. Wenn Sie ihn flüssig benötigen, stellen Sie den Behälter in ein Wasserbad und lassen die Zucker in der Wärme flüssig werden, so können Sie ihn sehr genau dosieren. In der Regel reicht es jedoch, aus dem jeweiligen harten Block mit einem Messer ein Stück herauszubrechen und dieses dann in weiter kleine Stücke zu hacken. Wird der Palmzucker warmen Speisen zugegeben schmilzt er ohne Probleme.

Die Zugabe von Palmzucker ergibt nach Möglichkeit eine perfekte Balance zwischen der Schärfe durch Chilis und der Süße des Zuckers. Sollte Ihnen einmal ein Gericht zu scharf geraten sein, geben Sie etwas Palmzucker hinzu um die Schärfe zu mildern. Ich koche so z. B. thailändisch für meinen Mann und mich - er erhält in seiner Portion einfach etwas mehr Palmzucker und ich kann meine Gerichte schärfer essen als er es goutiert.

"A wise old chef once told me: Wait till peas are in season, then use frozen". (Fergus Henderson, Sternekoch und Autor)

Als ich diesen Satz vor ein paar Jahren das erste mal gelesen habe, musste ich sehr lachen. Ganz ähnlich hat mir nämlich schon meine Mutter diese kleine Küchenweisheit mit auf den Weg gegeben. Erbsen gehören zu den wenigen Gemüsen, für die die Tiefkühlkost praktisch erfunden wurde, so sehr eigenen sie sich zum Einfrieren praktisch ohne Geschmacksverlust im Vergleich mit frischen Erbsen. Das gleiche gilt für Zuckerschoten und so habe ich beide Gemüsesorten stets auf Vorrat in meinem Tiefkühlschrank.

Das Rezept für Hühnercurry mit Palmzucker, Erbsen und Zuckerschoten

Zutaten

  • 300 g Hühnerfleisch, gewürfelt oder in Streifen geschnitten
  • 400 g Kokosmilch (1 Dose)
  • 1 Stange Zitronengras
  • 200 g Erbsen, TK
  • 150 g Zuckerschoten, TK oder frisch aus dem Asialaden
  • 1 rote Thaichili aus dem Asialaden
  • 1 TL Palmzucker
  • Fischsauce
  • 1 TL grüne Currypaste
  • Einige Blätter frisches Thaibasilikum


Zubereitung

  1. Die Currypaste mit zwei Esslöffel der glattgerührten Kokosmilch in einem Wok oder einer Pfanne mit hohem Rand erhitzen und verrühren. Das Zitronengras bis 2 cm vor den Stumpf in sehr feine Röllchen schneiden und in der Currypaste anbraten. Das Fleisch hinzugeben und kurz und scharf anbraten
  2. Das Fleisch herausnehmen und warmstellen. Die Zuckerschoten und die Erbsen in den Wok geben, kurz rühren und dann die Kokosmilch aufgießen. Das Gemüse knackig garen lassen, anschließend das Fleisch hinzugeben. Mit Chili, Fischsauce und dem Palmzucker pikant abschmecken
  3. Das Thaibasilikum zum Schluss obenauf streuen, bitte nicht mit erhitzen!
  4. Mit Basmatireis servieren.


Meine Tips:

  • Verwenden Sie zur Zubereitung keine Hähnchenbrust, sondern das ausgelöste Fleisch der Keulen. Zwar ist in fast allen Rezepten Hähnchenbrust angegeben, aber die Brust wird sehr schnell trocken,  mit Keulen hingegen wird das Gericht viel saftiger!
  • Zitronengras lässt sich hervorragend im Tiefkühlfach bevorraten. Entnehmen Sie die Stangen einfach und verarbeiten Sie sie im gefrorenen Zustand.


Arthurs Tochter wünscht Ihnen guten Appetit!

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