Arthurs Tochter Rezept für ganze Lachsforelle aus dem Backofen

Eine Lachsforelle kann schon mal für Verwirrung sorgen. Ist sie nun ein Lachs oder ist sie eine Forelle? Und sind Saiblinge nicht auch Lachse, nur etwas kleiner? Oder sind auch Saiblinge Forellenfische? Hier eine kleine Aufklärung:

Es gibt Lachsfische und es gibt Forellenfische. Beide gehören sie zur gleichen Familie, den Salmoniden, wie die Saiblinge auch. Wobei man bei den Saiblingen noch zwischen Bach- und Meersaiblingen unterscheiden muss. Aber das führt für heute fast zu weit in die Fischsystematik. Die heute im Handel erhältlichen Lachsforellen sind eigentlich Regenbogenforellen, deren Fleisch durch die Aufnahme astaxanthinhaltiger Nahrung rot gefärbt ist. In der Natur - z. B. bei den Meerforellen - nehmen die Fische diese astaxanthinhaltige Nahrung durch Garnelen und kleine Krebse auf, in der Zucht wird dieser Farbe durch dem Futter zugesetzte Farbstoffe, z. B. dem aus Algen gewonnenen Astaxanthin, nachgeholfen.

Regenbogen-Lachsforellen sind wegen ihrer Größe und Fütterung deutlich fettreicher (6 bis 10 % Fett) als wildlebende Regenbogenforellen (2 bis 4 % Fett), aber magerer als Zuchtlachse (15 bis 20 % Fett) oder wildlebende Lachse (10 bis 14 % Fett). Salmoniden bevorzugen kühle Gewässer, Gebirgsbäche und Flüsse, sowie tiefe kühle Seen. Sie ernähren sich carnivor, die kleinmäuligen Coregoninae von Zooplankton, die anderen Arten auch von größeren Krebstieren und kleineren Fischen. Alle Lachsfische laichen im Süßwasser über kiesigem oder steinigen Untergrund. Dazu schlägt das Weibchen durch heftige Schwanzbewegungen eine Laichgrube aus. Die Entwicklung der Eier dauert in den kühlen Laichgewässern 1,5 bis über 6 Monate.

Sind in der Natur Fänge von bis zu 6 kg keine Seltenheit, sind die Lachsforellen aus der Zucht sehr viel kleiner. So eignet sich ein Fisch von ca. 700 g hervorragend für zwei Personen.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

  • Fragen Sie, wann der Fisch geschlachtet wurde. Ein guter Fischhändler kann Ihnen dazu Auskunft geben. Verkäufer auf dem Markt mit eigener Zucht schlachten meistens am Vortag des Verkaufs
  • Achten Sie darauf, dass der Blick des Fisches klar ist. Hat er trübe Pupillen - Finger weg!
  • Frische Fische sind überaus glitschig, da sie von einem festen Schleim umhüllt sind. Das ist ein Qualitätsmerkmal! Merken Sie sich also immer: Schleim muss sein!
  • Ein frischer Fisch riecht kaum. Jedenfalls nicht nach Fisch. Eher nach Wasser und Algen

In der Regel gibt es in privaten Haushalten keine ausreichend große Pfanne, um so einen großen Fisch zu braten. Die Lachsforelle auf den Bildern war von der Maulspitze bis zum Schwanzende 41 cm lang. Daher empfiehlt sich die Zubereitung im Backofen.

Der Fisch ist vom Fischhändler in der Regel ausgenommen und entschuppt. Gerade das Entschuppen sollten Sie nicht zuhause erledigen, man braucht dafür erstens ein eigenes Utensil (Fischentschupper) und zweitens fliegen die kleinen silbernen Schuppen dabei munter durch die Küche, aus deren Ecken Sie dann noch wochenlang kleine Glanzstückchen aufsammeln können.

Zutaten für 2 Personen

  • 1 Lachsforelle mit ca. 700 g
  • 1 Zitrone, unbehandelt
  • Einige Zweige Rosmarin oder andere Kräuter nach Wahl
  • 2 - 3 Knoblauchzehen, ungeschält
  • Pfeffer, Salz, Olivenöl

Zubereitung

  • Waschen Sie den Fisch unter fließendem kaltem Wasser ab und trocknen Sie ihn mit Küchenkrepp oder einem Handtuch gründlich ab. Dann salze Sie ihn ordentlich - so ein lachsartiger Fisch ist ein kräftiger Geselle, sie müssen mit dem Salz nicht geizen. Pfeffern sie ihn anschließend.
  • Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und heizen Sie den Ofen auf 180°C vor. (Umluft nicht empfehlenswert)
  • Legen Sie den Fisch vor sich auf das Backblech und setzen Sie 4 - 5 schräge Schnitte durch die Haut bis fast auf die Gräte
  • Stopfen Sie ihm Kräuter ihrer Wahl (z. B. Rosmarin) und einige Scheiben Zitrone in den Bauch. Auch ein paar ganze Knoblauchzehen noch in der Schale machen sich gut
  • Stecken Sie halbierte Zitronenscheiben in die Hautschlitze
  • Beträufeln Sie den Fisch jetzt mit einem guten Olivenöl
  • Bestreuen Sie ihn mit grobem Meersalz und schwarzem Pfeffer
  • Schieben Sie den Fisch auf dem Blech in den Ofen
  • Garzeit: Ca. 20 Minuten. Sie können den richtigen Garpunkt testen: Ziehen Sie an der Rückenflosse. Gleitet diese ganz leicht heraus, ist der Fisch gar

Zu dieser frischen Köstlichkeit reicht etwas Weißbrot mit Olivenöl, aber auch Kartoffeln passen natürlich gut oder ein grüner Salat.

 

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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