Arthurs Tochter Rezept für Flammkuchen

Am Flammkuchen streiten sich die Geister bereits bei den wenigen Zutaten. Die große Frage lautet stets: Mit oder ohne Hefe?

Vielleicht hilft uns ein Blick auf die vermeintliche Entstehungsgeschichte dieses Klassikers der leichten, elsässischen Küche. Früher buk man Flammkuchen aus einem Stück Brotteig (der wahrscheinlich mit Hefe angesetzt war) als “ersten Gang” im Holzofen. Einmal wurde damit die erste Hitze “abgebacken” und die Temperatur und somit Backdauer für die späteren Brote ließ sich besser einschätzen. Daher stammt auch der Name des Flammkuchens “tarte flambée”, der flambierte Kuchen oder auch “Kuchen aus den Flammen”, da diese immer noch ein wenig loderten, wenn die Kuchen zum Test der Temperatur eingeschoben wurden.

Nie hat mir ein Flammkuchen wieder so gut geschmeckt, wie im Hof eines Weingutes im Elsass, von der Urgroßmutter der Familie mit zittrigen Fingern belegt und in den heißen Ofen geschoben. Zuhause behelfen wir uns damit, dass wir unseren Backofen so heiß wie möglich machen und glücklich kann sich schätzen, wer einen Backstein hat. Zur Not tut es aber auch ein normales Backofenblech.

Ich selbst backe den Flammkuchen entgegen der Tradition ohne Hefe. Geschmacklich macht es keinen Unterschied, knusprig wird er auch ohne Hefeteig und er ist einfach spontaner zubereitet. Im Gegensatz zu den übrigen Zutaten habe ich Hefe nicht immer im Haus und ein Hefeteig ist aufgrund seiner Geh-Zeiten nicht so spontan und schnell zubereitet.

Für 2 große ovale Flammkuchen (1 je Backofenblech) benötigen Sie:

Für den Teig

  • 250 g Weizenmehl, Typ 405
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb

Für den Belag

  • 250 g Geräucherter Speck oder Dörrfleisch nach Belieben in feinen Streifen
  • 200 g Crème Fraîche oder Schmand
  • 4 - 5 rote Zwiebeln, in feine Ringe gehobelt
  • Pfeffer und Salz

Alle Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig kneten und anschließend 15 Minuten ruhen lassen. In zwei Hälften teilen.

Mit einem Nudelholz zwei große ovale Teigplatten ausrollen. Teigovale mit crème fraîche bestreichen, Speck und Zwiebelringe aufstreuen. Mit Salz (vorsichtig) und Pfeffer würzen.

Bei großer Hitze im Backofen zwischen 15 - 18 Minuten knusprig und goldgelb backen.

Auch hier sind ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jenseits aller Traditionen kann der Flammkuchen natürlich ganz nach Belieben belegt werden. Mir schmeckt z. B. die Variante mit Ruccola und Schafskäse besonders gut.

 

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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