Arthurs Tochter Rezept für Dorade aus dem Ofen

Ich weiß, Fischfilets sind praktisch. Keine Gräten, nur mal kurz in der Pfanne gewendet, fertig. Aber richtig Spaß macht Fisch erst im Ganzen und wenn er dann noch so leicht zu entgräten ist, wie eine Dorade, ist auch das letzte Argument für Filet perdu, das habe ich an meinem Liebsten selbst ausprobiert.

Die Dorade ist auch unter dem Namen Goldbrasse bekannt, ihr natürlicher Lebensraum ist das Mittelmeer, aber die Ware, die Sie beim örtlichen Fischhändler kaufen, wird in der Regel aus einem Zuchtbetrieb stammen. Ihr Fleisch ist weiß, fest und sehr schmackhaft, die Zubereitung denkbar einfach. Als einziger mir bekannter Fisch sind Doraden zweigeschlechtlich, es gibt keine Weibchen oder Männchen.

Sie heizen ihren Ofen auf 180°C Unter- und Oberhitze. Die vom Händler entschuppte und ausgenommene Dorade spülen Sie unter fließendem kaltem Wasser ab und tupfen sie innen und außen trocken. Auf einer ihrer Seiten setzen Sie mit einem scharfen Messer 3 – 4 Schnitte, die nicht ganz durch das Fleisch gehen sollten und salzen und pfeffern sie von innen und von einer Außenseite. Mit der gewürzten Seite nach unten legen sie den Fisch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Ofenblech. Anschließend stopfen Sie ihm den Bauch, z. B. mit einigen kleinen Zweigen Rosmarin, einer Scheibe Limette und 2 Knoblauchzehen; ihrer geschmacklichen Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Kaffir-Limettenblätter, die sie tiefgekühlt im Asiamarkt Ihres Vertrauens kaufen können, sind eine ebenso geschmackvolle Alternative wie z. B. Zitronengras.

Jetzt schneiden Sie sich eine weitere Limette in dünne Scheiben und setzen diese in die Schnitte auf der Fischoberseite. Ob sie die Scheiben ganz lassen oder halbieren hängt etwas von der Größe des Fisches und somit von der Länge der Schnitte ab. Anschließend geben Sie etwas Olivenöl über den Fisch, (nur benetzen, nicht wieder zum Schwimmen bringen!) salzen und pfeffern auch die Oberseite und schieben das Blech für ca. 15 – 20 Minuten in den Ofen. Die Dauer hängt ganz entschieden von der Größe der Dorade ab und natürlich von der Ofentemperatur. Ich empfehle Ihnen in diesem Zusammenhang den Kauf eines gutes Ofenthermometers, mit dem Sie bei Gelegenheit die Gradgenauigkeit Ihres Backofens überprüfen können. Wenn Sie sich unsicher sind - ein untrügliches Zeichen für den garen Fisch ist die leicht herauszuziehende Rückenflosse.

Und einen kleinen Kurs im Filetieren machen wir ein anderes mal…

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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