Arthurs Tochter Rezept für den Partyhit "Roastbeef mit Sauce Tartare"

Die nächste Party steht ins Haus und Sie wissen noch nicht, was Sie Ihren Gästen als kleinen Happen servieren möchten? Ob für ein Buffet oder für ein flying Dinner – die folgende Kleinigkeit wird man Ihnen vor Begeisterung aus den Fingern reißen! Servieren Sie es in kleinen Portionen in Minigläschen oder auf Vorspeiselöffeln. Wenn Sie es lieber als Hauptgericht anbieten möchten: Knusprige Bratkartoffeln mit etwas Majoran passen vorzüglich.

Für das Roastbeef kaufen Sie sich (unter 1 kg würde ich gar nicht anfangen) sehr gut abgehangenes Fleisch, am besten vom Angus-Rind, das Sie ohne Probleme auch aus Deutschland beziehen können. Achten Sie darauf, dass es 3 Wochen abgehangen ist, d. h. reifen konnte – am besten am Knochen, ggfs. bestellen Sie es bei Ihrem Metzger rechtzeitig vor.

Das Roastbeef würzen Sie rundherum mit Salz und etwas Zucker (kein Pfeffer, da dieser beim Anbraten verbrennt), braten es scharf von allen Seiten in einer Pfanne an, pfeffern es anschließend und geben es dann zum Garen bei 80° - 120°C in den Ofen (Ober/Unterhitze). Dabei verwenden Sie zur Kontrolle ein Fleischthermometer, dessen Nutzen ich hier (http://www.technikdirekt.de/kochblog/ueber-den-nutzen-eines-fleischthermometers) erklärt habe.

Wenn das Fleisch gar ist, lassen Sie es auskühlen und schneiden es dann in dünnen Scheiben auf. Hierzu verwenden Sie entweder ein sehr scharfes Messer oder eine Aufschnittmaschine. Letzte allerdings nur, wenn Sie eine glatte Scheibe haben. Eine gezackte Scheibe, die üblicherweise für Brote verwendet wird, zerreißt Ihnen das Fleisch.

Und hier kommt ein Rezept für eine wirklich umwerfende Sauce Tartare:

Für 10 Personen:

  • 2 hart gekochte Eier
  • 100 g saure Gewürzgurken
  • 20 ml Gurkenwasser
  • 5 Sardellenfilets (in Öl, z. B. vom italienischen oder türkischen Feinkosthändler)
  • 1 EL Kapernäpfel + 5 Stück extra nach Bedarf (z. B. vom italienischen oder türkischen Feinkosthändler)
  • 200 ml Pflanzenöl
  • 1 Eigelb
  • ½ TL Senf
  • Schnittlauch, Petersilie
  • Pfeffer, Salz, eine Prise Zucker

Die hartgekochten Eier pellen, halbieren und Eiweiß und Eigelbe trennen und beides fein hacken.

Gurken und Sardellen fein hacken, 1 EL Kapernäpfel fein hacken, die restlichen 5 halbieren. Das Eigelb mit dem Senf in einen hohen Mixbecher geben und unter langsamer Zugabe des Pflanzenöls zu einer Mayonnaise mixen. Gurkenwasser angießen. Die gehackten Eier, Sardellen, Kapernäpfel unterheben und abschmecken. Gehackte Kräuter unterheben nach Bedarf.

Zusammen mit dem aufgeschnittenen Roastbeef servieren, mit Kräutern und/oder den Kapernäpfel garnieren.

Warenkunde Sauce Tartare:

Eigentlich werden in der klassischen französischen Küche Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichte, die paniert und frittiert serviert werden mit der à la Tartare’ [nach Höllenart] ergänzt. Allerdings hat bereits 1790 der Arzt und Autor Jourdan Lecointe in einem seinem Buch „La cuisine de sante“ zu seinen panierten Gerichten eine „Sauce Tartare“ rezeptiert. Seit dieser Zeit werden viele panierte oder auch gegrillte Fleischgerichte (manchmal auch Fisch) von dieser Sauce begleitet. Laut alten Aufzeichnungen wurde 1795 in einem Dinner für Paul Barras, der im Jahr zuvor Robbespierre gestürzt hatte, ein Aal à la Tartare serviert.

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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