Arthurs Tochter Rezept für "Death by chocolatecake" - Tod durch Schokolade (Schokoladenkuchen aus dem Glas)

“Death by chocolate” - Tod durch Schokolade ist ein Marketingbegriff für verschiedene Desserts, die über einen großen Anteil Schokolade (vor allem dunkler) und Kakao verfügen. Gegründet wurde die Marke in den Vereinigten Staaten von der S & A Restaurantgruppe, die Betreiber der Restaurantkette “Bennigan” war. Nach dem Konkurs des Unternehmens ist die Rechtslage des Markenbegriffes unklar. In Großbritannien und Europa gehört das eingetragene Markenzeichen FT Holz & Sons Ltd, jedoch sind nichtlezensierte Verwendungen des Begriffs geläufig.

In den späten 1970er Jahren boten einige Restaurants in Cleveland, Ohio, einen “Death By Chocolate”-Nachtisch als Antwort auf ein fiktives und sehr populäres Gericht aus der Kinderfernsehshow “Barnaby & Friends” auf dem Sender WKYC. Dabei wurden Schokoladenkuchen, Schokoladeneis, Schokoladenbrownies und Schokoladensirup nacheinander in ein hohes Glasgefäß gefüllt und so serviert.

Der französische Patisseriechef des Restaurants “Jeffrey Fields” in Santa Monica, Claude Köberle, erfand in den 70ern einen Schokoladenkuchen, der in mehreren Schichten Schokolade, Schokoladenmosse, Ganache und Meringue enthielt. Serviert wurde die süße Sünde mit Creme Anglaise, einer besonderen Form der Sabayone. Diesen Kuchen nannte der französische Meisterpatissier “La Mort Au Chocolat”.

Mein persönliches Rezept ist immer noch sehr schokoladig, verzichtet aber auf das Stapeln verschiedener Komponenten und fügt dem Teig noch etwas Kaffee hinzu. Diese leichte Bitternote macht die schwere Süße etwas bekömmlicher. Kombinieren Sie den Kuchen mit einem “Schlag” crème fraîche oder Schmand oder toppen Sie ihn mit einer Kugel Vanilleeis. Trotz des Verzichtes auf Mousse, Ganache und Meringue bleibt er eine Sünde, allerdings ist mir kein Todesfall durch den Genuss eines meiner Schokoladenkuchen bekannt.

Aus der angegebenen Teigmenge erhalten Sie ca. 15 kleine Gläschen oder eine Form mit 26 cm Durchmesser. Wenn Sie den Kuchen in einer runden Form backen, stechen Sie sich anschließend mit einem Servierring Kreise aus, das sieht etwas hübscher aus. Klassisch wird er jedoch wie ein Brownie in Rechtecke geschnitten. Sollten Sie den Kuchen in Gläschen backen, achten Sie bitte auf hitzebeständiges Glas!

Zutaten:

  • 450 g Schokolade, mindestens 70%
  • 280 g Butter
  • 400 g Zucker
  • 8 Eier
  • 200 g Mehl
  • 4 EL Kakaopulver
  • 2 EL Pulver für löslichen Espresso
  • 1 Tütchen Backpulver
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 150 g Schmand

Zubereitung:

Backofen auf 175 Grad vorheizen, eine Form oder die entsprechende Anzahl kleiner Gläser mit Butter ausfetten. Schokolade und Butter bei milder Hitze in einem Topf schmelzen. Zucker und Eier sehr schaumig schlagen.

Tip:

Noch nie hatte ich eine so perfekt schaumige Eier-Zuckermasse, wie mit dem Ballonschneebesen des CookingChefs aufgeschlagen!

Mehl, Kakao, Espressopulver und das Backpulver mischen. Erst das Mehl vorsichtig unter die Eiermasse mischen, dann die Schokoladenbutter und den Schmand. Den Vanilleextrakt hinzugeben. Den Teig in die Form oder in die Gläschen füllen und etwa 35 Minuten (Form) oder 18 Minuten (Gläschen) backen. Noch lauwarm servieren oder bis zu zwei Tage vorher backen, gut mit Folie einwickeln und vor dem Servieren im Ofen erwärmen.

Die angegebenen Backzeiten ergeben einen Kuchen, der im Inneren noch sehr weich und mousseartig ist. Sollten Sie ihn komplett durchgebacken bevorzugen, verlängern Sie die Backzeit bitte um 10 (Form), bzw. 4 (Gläschen) Minuten.

Der Kuchen kann übrigens nach dem Auskühlen auch eingefroren und bei Bedarf im Ofen wieder erwärmt werden. So können Sie sich jederzeit ein feines Dessert oder einen süßen Nachmittagssnack im Tiefkühlfach bevorraten.

 

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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