Arthurs Tochter Rezept für Crostinis mit Dips und Sprossen

Sprossen sind aus den Küchen dieser Welt nicht mehr wegzudenken. Die meisten Deutschen haben sie wahrscheinlich durch den Besuch im China-Restaurant kennengelernt. Die dort in der Mehrzahl verwendeten Sojasprossen stammen allerdings oft von der Mungobohne, nur in der wirklich authentischen chinesischen oder koreanischen Küche werden Sojasprossen verwendet. Achten Sie bei ihrem nächsten Restaurantbesuch mal darauf! Mittlerweile haben knackfrische Sprossen auch in die Hochküchen der Gastronomie Einzug gehalten. Was noch vor 25 Jahren den latzbehosten Fundis in Biokooperativen vorbehalten war – das Ziehen von Sprossen im Weckglas mit Mullbinde, – übernehmen mittlerweile Firmen im großen Stil. So gibt es in gut sortierten Groß- und Supermärkten Sprossen von Roter Bete, Rettich, Erbsen, Alfalfa, Klee und Kresse.

Viel frischer, vitaminreicher, kostengünstiger und vor allem ohne jegliche Umwege bekommen Sie Sprossen aus Ihrem eigenen kleinen Keimgarten. Denn zum Glück hat sich beim Selbstziehen von Sprossen viel getan. Keimsaat dafür gibt es mittlerweile in großer Vielfalt z. B. mit Geschmackssorten wie “mild und feinwürzig” mit Sprossen-Broccolisamen oder „pikant“ mit Kresse- oder Radieschensaat. Sprossen ziehen ist ganz einfach und wird mit speziellen Keimgläsern und Keimgeräten erleichtert, darüber hinaus gibt es nur sehr wenige Regeln, die beachtet werden sollten.

Spülen Sie die Sprossen nach dem Einweichen täglich gut aus! Für kleine Haushalte bietet sich dafür ein Keimglas mit abschraubbarem Siebdeckel an. In diesen Gläsern können Sie die Keimsaat einweichen, keimen und spülen.

Blanchieren Sie Sprossen aus Hülsenfrüchten vor dem Verzehr, wenn Sie auf Hülsenfrüchte empfindlich reagieren (Stichwort Blähungen).

Kresse, Leinsamen und auch Rucola gedeihen am besten auf Wattepads, Küchenkrepp oder Spezialvlies im Keimgerät, dann werden die Samen aber nicht mehr mitgegessen, sondern nur die Keime geerntet.

Kichererbsen und Adzukibohnen sollten immer gekocht werden, da sie das unverdauliche Gift „Phasin“ enthalten, das erst durch ausgiebiges Kochen abgebaut wird.

Tipp: Wenn Sie ihre Sprossen nicht so schnell verwenden können, wie geplant, bewahren sie das Keimglas im Kühlschrank auf. Der Keimprozess wird dadurch deutlich verzögert.

Die selbstgezogenen Sprossen eignen sich vorzüglich für den schnellen Snack zwischendurch. Die süßlichen Weizensprossen machen sich gut im Müsli, die milden und pikanten Sorten verfeinern gerne kleine Crostinis.Dazu schneiden Sie Scheiben von Baguette und rösten diese in einer Pfanne in etwas Olivenöl an. Als Belag sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sie können die Crostini fast pur mit etwas Butter und Sprossen essen aber wie wäre es z. B. mit einem schnellen Kräuter-Sprossen-Quark oder einer Guacamole. Auch ein Tomatentatar eignet sich gut und gibt dem Gaumen einen kleinen Frische- und Vitaminkick.

Guacamole für 4 Crostinis

  • 1 reife Avocado, etwas Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Chili
  • ein Spritzer Zitronensaft, frisch gepresst

Die Avocado schälen, vom Kern befreien und in grobe Würfel schneiden. Unter Zugabe von Olivenöl mit dem Stabmixer zu einer Créme rühren oder mit dem Messer in sehr feine Würfel schneiden. Mit den restlichen Zutaten würzen.

Kräuterquark für 8 Crostinis

  • 4 EL Frischer Quark, Magerstufe, 1 TL Olivenöl
  • 1 Handvoll Kresse, ½ EL Petersilie, ½ EL Schnittlauch
  • Pfeffer und Salz

Die Hälfte der Kresse beiseite legen. Die Kräuter fein hacken und alle Zutaten miteinander verrühren. Auf Crostini geben und mit Kresse garnieren.

Tomatentatar für 4 Crostinis

  • 8 kleine Kirschtomaten
  • Pfeffer und Salz, 1 Prise Zucker

Die Tomaten im oberen Drittel kreuzweise leicht einritzen und anschließend kurze in kochendes Wasser geben. Herausnehmen, abschrecken und die Schale abziehen. Anschließend die Tomaten vierteln, die Kerne und das weiche Fruchtfleisch entfernen und den äußeren Rand in feine Würfel schneiden. Das Entfernen der Tomatenschale im ersten Schritt ist kein Muss, das Tatar schmeckt mit ihr lediglich etwas kräftiger. Mit Pfeffer, Salz und etwas Zucker abschmecken.

Alle Crostini großzügig mit Sprossen nach Wahl garnieren und genießen!

 

Arthurs Tochter wünscht guten Appetit!

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