Alles in Butter!
In Zeiten, als der Adel noch von Hof zu Hof zog, wurde kostbares Porzellan gerne in Butterfässern eingelagert transportiert, um dass es beim Gerumpel in den Kutschen nicht zerschlagen würde. Wurden die Kutschen bei Hofe begrüßt, erschall so oft der Ruf: “Alles in Butter”? So schön diese Geschichte auch ist, wird sie von einigen Sprachwissenschaftlern, so z. B. von Christoph Gutknecht doch angezweifelt. “Wahrscheinlich ist "alles in Butter" erst Ende des 19. Jahrhunderts als Redewendung aufgekommen und sollte ausdrücken, dass zum Kochen...
Rotes Basilikum - schön und geschmackvoll!

Derzeit habe ich in meinem Kräutergarten 6 verschiedene Basilikumsorten gepflanzt, davon 2 rote Arten - “Wildes Purpur” und “African Blue”, letzteres zu sehen auf den Bildern. Das Basilikum “African Blue” ist sogar praktisch zweifarbig, auf der Blattoberseite sattgrün und auf der Unterseite dunkelrot. Im Gegensatz zum “Genoveser Basilikum”, der Sorte, der Sie auch im Supermarkt begegenen, sind die roten Basilikumarten geschmacksintensiver, aber auch fester im Blatt. Sind Sie also nur die dünne, aromatisch eher leichtgewichtige Sorte “Genoveser” gewöhnt, werden Sie...
Ich liebe das Internet, wenn es das nicht gäbe - ich hätte es erfunden, ganz sicher! Als ich nach Abschluss meines diesjährigen Heilfastens beschloss, nicht nur einige Zeit vegan, sondern auch mal wieder ein, zwei Wochen im Anschluss "roh/raw" zu leben, googelte ich auf der Suche nach Rezeptanregungen herum und suchte auch bei Facebook entsprechende Gruppen und Seiten auf. Eine neue Welt tat sich mir auf! Es gibt eine ganze Menge Menschen, die vegane Rohkost essen, aber nicht so wie ich, für einen sehr überschaubaren Zeitraum, sondern für immer. Zumindest haben sie es fest vor. Ein paar Tipps konnte ich...
Pochieren und confieren sind mir für Fisch oft die liebsten Garmethoden. Beide sind so sanft, dass der zarte Fisch besonders saftig bleibt. Dadurch dass der Fisch während des Garvorganges komplett von Flüssigkeit oder Fett umgeben ist, ist es fast gänzlich ausgeschlossen, dass er Ihnen zu trocken gerät. Und gerade wenn Fisch später in Sauce serviert wird, eignet sich das Pochieren besonders. Am geschicktesten ist es, den Fisch, hier den Lachs, direkt in der späteren Sauce zu pochieren. Der Kochfisch meiner Kindheit, den meine Mutter in Senfsauce serviert hat, wurde stets in Wasser mit ein paar Aromaten wie Pfeffer, Salz und Lorbeer pochiert und kam dann in die getrennt zubereitete Sauce. Diesen Umweg kann man sich oft sparen - so wie beim heutigen Rezept. Eine weitere sanfte Methode ist das garen von Fisch...
Den Vorgang des confierens kann man auf zweierlei Arten nutzen. Confieren bedeutet 1. das Garen im Fett und ermöglicht es 2., so gegarte Lebensmittel auf lange Zeit haltbar zu machen. Entenkeulen kann man beispielsweise im Sommer in Schmalz einmachen und hat sie im Winter für ein wärmendes Cassoulet zur Hand. Schon das pure Einlegen in Öl macht z. B. Fleisch oder Fisch länger haltbar, da kein Sauerstoffeinschuß stattfindet, der zersetzend wirken könnte. Werden die Lebensmittel im Fett auch noch gegart, verlängert sich die Haltbarkeit um ein Vielfaches.

Entstanden ist das klassische...
Ich mag Dinge, die durch Einfachheit und Klarheit bestechen, auch und gerade beim Essen. Und obwohl ich oft denke, es ist doch bereits alles schon einmal ausprobiert worden (nur eben noch nicht von allen), gibt es dann doch ab und zu Momente, in denen ich fasziniert innehalte. Einen solchen hatte ich im Rahmen meiner Fortbildung zu Gewürzsommeliere, die ich von Februar bis Juli absolviert habe. Dort lernte ich im Rahmen eines Seminartages zu Wildkräutern die Lakritztagetes kennen. Tagetes sind auch unter dem Namen “Studentenblume” bekannt. Ich glaube, der Name kommt von den sich erst spät am Tag öffnenden Blütenkelchen. Von den Tagetes gibt es über 80 verschiedene Sorten, eine Unterart ist die Lakritztagetes, die nicht durch besonders schöne Blüten besticht - ganz im Gegenteil sind diese sehr unscheinbar und zeigen sich auch frühestens im Oktober - aber durch einen sehr intensiven Lakritzgeschmack. Ich kann kaum...
Heute beschäftigen wir uns mit 1a-Resteverwertung. Vielleicht haben Sie sich schon einmal ein Stück frischen Lachs gekauft, direkt von der Seite geschnitten, noch mit Haut. Egal wie groß oder klein dieses Stück sein mag – an einem Ende ist es immer dünner als am anderen. Vermeiden lässt sich das nur durch den Kauf eines sogenannten Loins, das ist das pure Rückenfilet und der dünne Teil ist hierbei schon abgeschnitten. Daher sind die Loins (sehr beliebt auch beim Kabeljau) so viel teuerer als das normale Filet. Das dünne Stück...
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