Wir beschäftigen uns heute mit dem Teil, der übrig bleibt, wenn das Huhn auseinander genommen wurde. Keulen und Flügel wurden bereits im ersten Teil verwendet, gebraten mit Schinken und Salbei unter knuspriger Haut zu Kohlrabiegemüse in weißer Sauce. Auf einem der heutigen Bilder sehen Sie gut, in welche Teile das Huhn sonst noch zerlegt...
Interessanterweise zählt die Zunge zu den Innereiern, obwohl sie doch ständig heraus hängt. Aber Scherz beiseite und die Frage in den virtuellen Raum gestellt, warum wir eigentlich kaum noch Innereien essen. Sie galten all die Jahre wohl nicht mehr als schick genug, landeten vorzugsweise im Tierfutter während sich die Verbraucher an den vornehmlich feineren Fleischstücken der Tiere labten. Mittlerweile findet Umdenken statt, jährlich erscheinen mehr Kochbücher, die sich dem Thema “Innereien” widmen. Unterstützt wird der Gedanke vom “nose to tail”-Trend, d. h. die Rückbesinnung darauf, ein Tier auch gänzlich zu verspeisen, wenn es schon geschlachtet wurde. Nun, ich für meinen Teil muss nicht alles essen, was essbar ist. Hirn zum Beispiel oder Herz. Ich tue mich schwer damit und kann nicht so wirklich erklären, warum. Als Kind habe ich Hühnerherzen geliebt, die verfüttere ich nur noch an meinen Kater. Dafür liebe ich immer noch Leber - allerdings nur vom Rind. Weder Lamm- noch Schweineleber landen auf meinem Teller. Wobei ich diese aus geschmacklichen Gründen für mich ausschließe, Hirn und Herz stehen vor einer ganz anderen gedanklichen...
Meinen ersten Zwiebelkuchen habe ich gegessen, da war ich mindestens 16 Jahre alt. Aufgewachsen in einer Familie voller “Nordlichter” war mir lange nicht klar, dass ein Kuchen auch deftig sein kann und erst als mein Vater von einer Dienstreise in die Pfalz einige Flaschen Federweißen samt eines Zwiebelkuchens mit nach Norddeutschland brachte, machte ich staunend Begegnung mit “unreifem” Wein und seinem traditionellem Begleiter.



Das Trinken von Federweißem...
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